6 Punkte, die Du beim Webhosting-Kauf beachten solltest
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Titelbild Webhostingkauf

Was ist Managed Dedicated Hosting, und wie unterscheidet es sich zum Shared Hosting? Was nützen mir Cronjobs, und brauche ich wirklich einen SSH-Zugang? Ist ein E-Mail Postfach dasselbe wie eine E-Mail-Adresse, und reicht nicht eigentlich auch eine mySQL Datenbank

All diese Fragen beantworten wir dir in unserem diesem Artikel zum Thema Webhosting-Kauf.

Inhaltsverzeichnis

Finde das passende Webhosting Angebot, indem du auf diese 6 Punkte achtest.

1. Rabatte und Sonderangebote

Der Preis spielt beim Webhosting eine gravierende Rolle. Besonders, wenn du vor hast, deine Website langfristig zu betreiben. Über die Monate und Jahre hinweg summieren sich die Kosten für Domain und Hosting schnell auf mehrere hundert Euro.

Rabatte und Sonderangebote können dich beim Start entlasten. Gerade für Gründer und StartUps ein willkommener Bonus. Beachte aber, dass die meisten Rabatte und Sonderangebote sich nur auf das erste Jahr beziehen.

Seriöse Hosting-Anbieter geben den Preis, der im Folgejahr zu bezahlen ist, gut sichtbar an. Wenn du Anbieter vergleichst, solltest du die Folgekosten vergleichen und den Rabatt als Bonus sehen. Was nützt ein günstiges erstes Jahr, wenn alle weiteren Jahre dich teuer zu stehen kommen?

Achtung Vertragslaufzeit!

Achte auf die Vertragslaufzeit! Viele Schnäppchen binden dich auf 24 oder sogar 48 Monate. Ein Webhoster, der dich so ködert und bindet, ist von seinem Angebot selbst nicht überzeugt. Die übliche Vertragslaufzeit beträgt 12 Monate.

2. Speicherplatz und Datentransfer

Speicherplatz und Datentransfer sind zwei wesentliche Aspekte eines jeden Hostings. Dabei gibt der Speicherplatz an, welche Datenmenge für Website und Co inkludiert ist. Der Datentransfer gibt an, welche Datenmenge gesendet und empfangen werden kann.

Speicherplatz

Den Speicherbedarf unterschätzt man schnell, wenn man nur von der Live-Website ausgeht. Aber von vorn: Textlastige Websites mit ein paar Bildern brauchen viel weniger Speicherplatz als bildlastige Websites mit Fotos in hoher Auflösung. Das Portfolio eines Fotografen braucht mehr Speicherplatz als die gesammelten Werke eines Schriftstellers. Und dann gibt es da noch die BackUps.

Regelmäßig BackUps (Sicherungskopien) lassen den Speicherbedarf gleich massiv in die Höhe schnellen. Immerhin macht man das BackUp in der Regel von der gesamten Website. Eine Sicherungskopie ist damit genauso groß wie die gesamte Website. Wöchentliche Backups füllen somit schnell den Speicherplatz. Tipp: Lösche regelmäßig alte BackUps!

Auch solltest du beim Überschlagen des Speicherbedarfs an etwaige Staging-Instanzen (Testumgebungen) denken.

Datenverkehr

Das Thema Datenverkehr spielt eigentlich nur in der oberen Liga eine Rolle. Bei den für kleine und mittlere Websites relevanten Hostings ist er in der Regel unbegrenzt enthalten.

3. Die Art des Webhostings

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Webhoster eine Website hosten (bereitstellen). Dabei unterscheiden sich die einzelnen Arten hauptsächlich in den Punkten Geschwindigkeit, Sicherheit und Flexibilität.

Dedicated Hosting

Bei diesem Model buchst du für deine Website(s) einen eigenen Server im Rechenzentrum deines Hosting Providers. Du hast dabei entweder die volle Kontrolle über die Maschine oder dein Hosting Provider übernimmt einen Teil der Verwaltung für dich – dann spricht man von Managed Dedicated Server.

Dedicated Hosting beginnt ab ca. EUR 100,– pro Monat und ist in Punkto Geschwindigkeit und Flexibilität das Non plus ultra. Wobei die Geschwindigkeit natürlich auch immer von der gebuchten Hardware abhängt. Die Sicherheit hängt dabei maßgeblich von dir und deinen Einstellungen ab.

Vorteil: Maximale Performance und Flexibilität für große bis sehr große Online-Shops und Portale
Nachteil: Großer Aufwand in Bezug auf Verwaltung, Sicherheit und Kosten, oftmals limitierte Bandbreite, exklusiv für Profis

VPS Hosting

Beim VPS Hosting (Virtual Private Server Hosting) buchst du für deine Website(s) keine eigene Hardware, sondern einen virtuellen Server. Bei dieser virtuellen Maschine hast du ähnlich viele Konfigurationsmöglichkeiten wie beim Dedicated Hosting, aber nur einen Bruchteil der Performance, da auf einem physikalischen Server mehrere virtuelle Server betrieben werden.

VPS Hosting startet ab ca. EUR 10,— pro Monat und ist im Handling dem (Managed) Dedicated Hosting sehr ähnlich

Vorteil: Hohe Flexibilität und gesicherte Performance für mittlere bis große Online-Shops und Websites
Nachteil: Großer Aufwand in Bezug auf Verwaltung, Sicherheit und Kosten, oftmals limitierte Bandbreite, exklusiv für Profis

Shared Hosting

Beim Shared Hosting teilen sich mehrere Hosting Kunden einen physikalischen Server, auf dem somit auch mehrere Websites betrieben werden. Die Sicherheit ist bei Shared Hosting Anbietern meist ausgesprochen gut, was jedoch auf Kosten der Flexibiltität geht.

Shared Hosting Lösungen werden vom Hosting Provider betreut und verwaltet. Kunden haben die Möglichkeit, Einstellungen für ihr Hostingpaket über ein Webinterface wie zB cPanel vorzunehmen. Shared Hosting startet ab ca. EUR 2,50 pro Monat.

Vorteil: Bestes Preis-Leistuns-Verhältnis, auch ohne Vorkenntnisse handhabbar, guter Grundschutz vor Cyberattacken, in der Regel unlimitierte Bandbreite, geeignet für kleine bis große Unternehmenswebsites und kleine bis mittlere Online-Shops
Nachteil: Weniger Flexibilität als bei Dedicated Hosting und VPS Hostings

4. Geschwindigkeit und Standort

Beim Webhosting gibt es in Bezug auf Geschwindigkeit drei Größen, die relevant sind: Die Geschwindigkeit der Hardware (Server), die der Connectivity (Anbindung an das Internet) und der Standort des Rechenzentrums. Alle drei Parameter wirken sich auf die Seitenladezeit und damit auf das Suchmaschinenranking aus.

Der Geschwindigkeitsvorteil eines Dedicated Hosting verpufft, wenn die Serverhardware veraltet oder schwach konfiguriert ist.

Ebenso bringt beim VPS Hosting der schnellste virtuelle Server nichts, wenn das Rechenzentrum in Japan liegt, die Zugriffe aber hauptsächlich aus Europa kommen.

Achte deshalb auf den Standort deines Hosting Providers. Dieser sollte möglichst nahe an deiner Zielgruppe liegen. Willst du zum Beispiel Besucher aus Europa anziehen ist ein Serverstandort in Österreich ideal.

5. Funktionalität und Leistung

Es gibt einige Funktionen und Technologien, die ein modernes Webhosting bieten sollte. Diese sind unter anderem wichtig, um aktuelle Content Management Systeme wie zB WordPress, Joomla oder Drupal und andere Websoftware zu betreiben.

Domains

Ein Webhosting Paket ohne Domains ist wie ein Telefon ohne Nummer. Erst mit einer Domain wird deine Website weltweit erreichbar. Beachte: Die Domainkosten machen einen erheblichen Anteil deiner Gesamtkosten aus. Ein günstiges Webhosting Angebot wird schnell teuer, wenn die Domainpreise hoch sind.

Willst du mit deiner Domain zu einem neuen Hosting Provider wechseln brauchst du nur den Auth-Code, um deine Domain in wenigen Minuten zu transferieren. Diesen bekommst du bei deinem bisherigen Anbieter.

Multidomains

Multidomains bedeutet, dass du mehrere Websiten auf einem Hosting Paket betreiben kannst. Das ist vor allem praktisch, wenn du zB als Freelancer oder als Agentur mehrere kleine bis mittlere Firmenwebseiten betreibst.

E-Mail Postfächer und Adressen

Achtung: Es gibt einen Unterschied zwischen einem E-Mail Postfach und einer E-Mail Adresse. Du kannst für ein E-Mail Postfach mehrere Adressen anlegen, sogenannte Aliase.

Zum Beispiel kannst du für dich ein E-Mail Postfach anlegen mit mehreren Aliasen: Eines für private Kontakte, eines für berufliche Kontakte und eines für Newsletter-Registrierungen. Die Post aller drei E-Mail Adressen empfängst du dann in einem Postfach. Mit ein- und denselben Zugangsdaten.

Möchtest du für deine Schwester oder deinen Mitarbeiter eine E-Mail Adresse anlegen, musst du für ein eigenes Postfach anlegen. Wieder kannst du für ein solches Postfach mehrere Aliase anlegen.

Achte daher genau darauf, ob dir ein Webhosting Anbieter 50 E-Mail Adressen oder 50 E-Mail Postfächer anbietet!

Providerwechsel / E-Mail-Transfer

Wenn du zu einem neuen Provider wechselst, müssen natürlich auch die bestehenden E-Mail Konten übertragen werden. Das ist bei vielen Providern nicht kostenlos! Helloly bietet dir hierfür ein kostenloses E-Mail-Migrations-Tool an.

Providerwechsel / Umzugsservice für deine Website

Ein Alleinstellungsmerkmal von helloly ist der Umzugsservice: Willst du von deinem Hosting Provider zu helloly wechseln, übersiedelt dir unser Support deine Website!

PHP

Die serverseitige Skriptsprache PHP wird hauptsächlich zur Erstellung dynamischer Webseiten und Webanwendungen verwendet. PHP wird für nahezu alle modernen Content Management Systeme wie WordPress, Joomla oder Drupal benötigt.

Manche Webhoster bieten Multi PHP an. Das bedeutet, dass du zwischen mehreren PHP Versionen wählen kannst. Das macht oft Sinn, da gewisse Plugins oder Webanwendungen eine spezielle PHP Version voraussetzen.

mySQL Datenbanken

Viele Webanwendungen und vor allem Content Management Systeme speichern ihre Informationen in eine Datenbank. Im Webhosting hat sich mySQL als defakto Standard etabliert. Achte darauf, wieviele Datenbanken in deinem Hosting Paket inkludiert sind.

Auch wenn zB deine WordPress Website nur eine Datenbank benötigt, ist es praktisch, weitere Datenbanken zur Verfügung zu haben. Nur so kannst du auch eine Staging-Instanz (Testumgebung) deiner Website anlegen, um sie abseits der Live-Version weiter zu entwickeln. Natürlich benötigt die Testumgebung dann ebenfalls eine eigene Datenbank.

TLS/SSL-Zertifikate

Damit deine Website eine sichere Verbindung mit den Besuchern herstellen kann, wird ein TLS-Zertifikat (früher SSL-Zertifikat) benötigt. Mit einem TLS-Zertifikat wird sichergestellt, dass Daten zwischen einer Website und ihren Besuchern verschlüsselt übertragen werden. Du erkennst eine sichere Verbindung zu einer Website am „s“ am Ende des HTTP Protokolls in der Adresszeile. https:// steht für Hyper Text Transfer Protocol Secure.

Cronjobs

Möchtest du Blog-Beiträge automatisiert zu einem bestimmten Zeitpunkt veröffentlichen? Oder regelmäßig am Mittwoch um 19.00 Uhr automatisiert ein Backup deiner Website machen? Dann brauchst du ein Webhosting, dass dir Cronjobs bietet. Mit Cronjobs lassen sich automatisierte Aufgaben zu bestimmten Zeitpunkten oder in definierten Intervallen ausführen.

SSH Zugriff

Ein Feature für Profis, die per Command Line auf das Webhosting sicher und verschlüsselt zugreifen wollen. SSH steht für Secure Shell.

Homepage Baukasten

Eine Website zu betreiben und das Webhosting zu managen war früher aufwendig, kompliziert und Profis vorbehalten. Heute kann jeder mit ein wenig Einsatz und Interesse eine Website gestalten und betreiben. Am leichtesten geht das mit einem Homepage Baukasten.

Ein Homepage Baukasten erlaubt es dir, ohne HTML, CSS und PHP Kenntnissen eine Website zu erstellen – einfach durch das platzieren von Text- und Medienelementen und weiterer Widgets wie Anfahrtsplan oder Formular.

Wenn Du Anfänger bist oder dir das Leben nicht unnötig schwer machen willst, ist vielleicht ein Homepage Baukasten genau das richtige für dich!

Manche Webhosting Anbieter lassen dich den Homepage Baukasten im Vorhinein kostenlos testen, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie es sich damit arbeitet.

6. Service und Support

Ein verlässlicher Webhosting Anbieter lässt dich nicht im Regen stehen. Achte auf folgende Service- und Supportleistungen, damit du langfristig gut aufgehoben bist.

Kundenrezensionen

Kundenrezensionen auf Portalen wie Trusted Shops oder Google geben dir schnell ein Gefühl für die Service- und Supportleistung eines Webhosters. Bei Trusted Shops stammen die Rezensionen ausschließlich von echten Kunden, da die Bewertung erst nach dem Kaufabschluß möglich ist.

Vergleichsportale

Neben Kundenrezensionen kannst du dir auch auf Vergleichsportalen wie HOSTtest oder Webhostingvergleich ein Bild der zur Verfügung stehenden Hosting Provider machen.

Datenbank mit den am häufigsten gestellten Fragen (FAQ)

Ein gut gefüllter FAQ-Bereich mit den häufigsten Fragen und Antworten (Frequently Asked Questions) ist ebenfalls ein Indiz für ein hohes Servicelevel und einen gut funktionierenden Support. Viele Unklarheiten lassen sich mit einer kurzen Suche in den FAQ’s beseitigen.

Das geht oft schneller als das Verfassen eines Support-Tickets oder das wählen der Support-Hotline. Zeitgleich spielt es den Kundensupport für kniffligere Themen frei, wovon im Endeffekt alle profitieren.

Persönlicher Support

Manchmal können auch FAQ’s nicht weiterhelfen. In diesem Fall hilft dir der persönliche Support deines Providers weiter.

Bei den meisten Webhosting-Anbietern erreichst du den Support per E-Mail, Telefon oder Chat. Ein Support in deiner Zeitzone, der deine Sprache spricht, wird dich am Besten unterstützen.

Auch sollte er im Vorfeld bereits ein offenes Ohr für dich haben und dich bei der Wahl deines Webhosting Pakets oder bei Fragen zu technischen Details unterstützen.

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