In unserer vernetzten Welt sind sichere Passwörter dein wichtigster Schutzschild.
Vom persönlichen E-Mail-Konto über Social-Media-Profile und Kundendaten bei Online-Händlern bis hin zu Zahlungsanbietern: Die Anforderungen an sichere Passwörter haben sich dramatisch verändert. Was gestern als sicher galt, ist heute leicht zu knacken. In diesem Artikel erklären wir dir,
- wie du dich vor den häufigsten Bedrohungen schützt,
- wie du starke, einzigartige Passwörter erstellst,
- wie du dir sichere Passwörter auch leicht merkst,
- wie du starke Passwörter auch sicher verwahrst und
- warum du deine Passwörter regelmäßig ändern solltest.
Inhaltsverzeichnis
Verhindere mit starken Passwörtern, dass deine digitale Identität gehackt und missbraucht wird.
1. Die Evolution der Passwörter
Erinnerst du dich noch an die Anfänge des Internets? Eine zeitlang war es Gang und Gäbe, Passwörter wie „Passwort123“ oder einfache Ziffernfolgen zu verwenden. Sie waren leicht zu merken und die Bedrohung durch Hacker noch nicht im heutigen Ausmaß gegeben.
Im Laufe der Zeit wurde es immer leichter, einfache Passwörter schnell und automatisiert zu knacken. Die rasante Entwicklung der Rechenleistung machte Brute-Force-Angriffe, bei denen unzählige Zeichenkombinationen in Sekundenschnelle ausprobiert werden, immer praktikabler und einfache Passwörter wurden ein enormes Sicherheitsrisiko..
Heute ist die Empfehlung klar: Ein sicheres Passwort ist
- 12 bis 16 Zeichen lang und
- besteht aus einer Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
Doch leider ist die Ära der einfachen Passwörter noch nicht vorbei, wie dieser Artikel der Uni Bonn zeigt. 123456 ist immer noch das beliebteste Passwort Deutschlands.
2. Wie man sich sichere Passwörter merkt
Die Herausforderung besteht nicht darin, starke Passwörter zu erstellen, sondern darin, sichere Passwörter nicht zu vergessen.
Eine bewährte Methode ist die Passwort-Phrase. Anstatt sich eine zufällige Zeichenkombination zu merken, bildet man einen Satz, der eine persönliche Bedeutung hat.
Beispiel:
Man nutzt die Anfangsbuchstaben und fügt Zahlen und Sonderzeichen ein, wie es für einen stimmig ist. Dieses Passwort ist lang, komplex und einzigartig – aber für einen selbst leicht zu entschlüsseln.
Satz: Meine erste Katze hieß Felix und ich bekam sie mit 5 Jahren
Passwort-Phrase: M1KhF&ibsm5J
Eine weitere Methode: Nutze eine Reihe von nicht zusammenhängenden Wörtern, trenne diese mit Sonderzeichen und baue Ziffern ein.
Beispiel: Nimm dein Lieblingseis, deine Lieblingsstadt, deine Lieblingsspeise und deine Lieblingsfarbe und du erhältst zB: Zitrone, Hamburg, Pizza, gelb
Passwortphrase: Z1trone*Hamburg-P1zza#g3lb
Tipp:
Lass dich von diesem Wikipedia-Eintrag inspirieren, wie man Buchstaben in Zahlen und Sonderzeichen ausdrückt.
3. Warum Du nicht nur ein Passwort brauchst
Das selbe Passwort für mehrere Konten zu verwenden ist eine der größten Sicherheitslücken.
Cyberkriminelle erstellen und verkaufen Listen mit bekannten Passwörtern, die sie für zukünftige Attacken quasi als Wörterbuch verwenden. Ist dein super sicheres Passwort einmal auf so einer Liste, ist es nichts mehr wert und ein erhebliches Risiko.
Das kann schneller passieren, als dir lieb ist. Nicht jede Webseite erfüllt den gleichen Sicherheitsstandard.
Schafft es ein Angreifer, dein Passwort von einer schlecht geschützten Website zu erbeuten – wurde dein Passwort also geleakt – wird es nicht lange dauern, bis es auf anderen Portalen und Webseiten in Kombination mit deiner E-Mail Adresse ausprobiert wird. Man spricht hier auch von Credential Stuffing. Ist das gleiche Passwort dort gültig, haben die Angreifer Zugang zu deinen sensiblen Daten.
Daher die goldene Regel: Ein einzigartiges, starkes Passwort für jeden Dienst. Deine E-Mail-Adresse ist der zentrale Knotenpunkt deiner digitalen Identität. Ein gehacktes E-Mail-Konto ist der Schlüssel zu vielen anderen Diensten, da Angreifer damit Passwörter zurücksetzen können. Schütze es deshalb mit einem besonders starken und einzigartigen Passwort.
Die zweite wichtige Regel: Erneuere deine Passwörter regelmäßig. Passwörter, die Teil eines Datenlecks sind, kursieren für immer im Darknet und werden immer wieder für automatisierte Angriffe verwendet.
4. Sichere Passwörter sicher verwahren
Wenn du Dutzende von einzigartigen Passwörtern verwendest, stellt sich irgendwann die Frage: Wie soll man sich das alles merken? Hier kommen Passwort-Manager ins Spiel.
Ein Passwort-Manager ist eine verschlüsselte Anwendung, in der du sämtliche Passwörter sicher speichern kannst. Du musst dir ab sofort nur noch ein einziges, sehr starkes Master-Passwort merken. Der Passwort Manager hilft dir auch dabei, sichere Passwörter zu generieren.
Empfehlungen
- Wähle einen seriösen Anbieter wie Bitwarden, 1Password oder LastPass.
- Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für den Passwort-Manager.
- Wichtig: Speichere Deine Passwörter niemals in unverschlüsselten Textdateien, in Browsern oder auf Post-its am Monitor.
Fazit: Sichere Passwörter sind so wichtig wie eine sichere Tür zu deinem Haus
Das klingt jetzt vielleicht drastisch, aber: Abseits von Sozialen Medien und Streaming-Accounts schützen Passwörter heute unser Bankkonto, Zugänge zu Behörden und unsere intimsten Daten, Fotos, Videos und mehr.
- Sichere Passwörter sind der Grundpfeiler deiner digitalen Identität.
- Nutze starke Passwörter mit Sonderzeichen, Ziffern und Groß- sowie Kleinbuchstaben und achte darauf, dass sie mindestens 12 Zeichen lang sind.
- Weiters brauchst du für jeden Dienst ein eigenes Passwort, dass du regelmäßig wechselst. Tipp: Speichere dir einen wiederkehrenden Termin, um regelmäßig deine Passwörter zu ändern.
Zeit, die du in sichere Passwörter investierst, investierst du in den Schutz und in die Integrität deiner persönlichsten Daten und Informationen!
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