Blog erstellen: Praxis Tipps und 3 Erfolgsfaktoren
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Ein Blog kann Interessenten und Kunden einen Mehrwert bieten, das betreibende Unternehmen im Gedächtnis verankern und den Unternehmenserfolg steigern.
Informationsgehalt und Regelmäßigkeit sind wichtige Erfolgsfaktoren. Was aber zeichnet einen gelungenen Blog aus?

* Quelle: Statista.com

Inhaltsverzeichnis

In diesem Beitrag behandeln wir die Erfolgsfaktoren Qualität, Regelmäßigkeit und Anreiz und geben praktische Tipps zur Umsetzung.

Ein Blog ist Service am Kunden

Unternehmen sind im Idealfall Experten auf Ihrem Gebiet. Mit viel Know-How und Erfahrung. Bündeln sie diese Kompetenz in einem Blog, können Interessenten und Kunden selbständig Antworten auf Ihre Fragen finden. Der Blog wird Teil der Beratungsleistung.

Der Vorteil: Ein Blogartikel muss nur einmal verfasst werden. Im Anschluß kann er laufend Leser beraten, ohne einen Aufwand zu verursachen.

Um dieses Servicekonzept erfolgreich umzusetzen, haben wir für Sie vier Erfolgsfaktoren ausgemacht: Qualität, Regelmäßigkeit, Struktur und Anreiz.

Qualität als Erfolgsfaktor Nr. 1

Kann sich ein Berater nicht ausdrücken oder wirkt er inkompetent, sucht der Interessent schnell das Weite. Ähnlich ist es bei einem Blog.

Aber was macht einen guten Blogartikel aus?

Der Wert einer Nachricht hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Wie aktuell ist der Inhalt des Blogartikels?
    • Betrifft die Information den Leser akut, mittel- oder langfristig?
    • Ist die Information allgemein, in Fachkreisen oder überhaupt noch nicht bekannt?
    • Wie lange ist die Information relevant?
  • Hat der Inhalt eine räumliche Relevanz?
    • Betrifft die Information den Leser in seiner Stadt? Seinem Land? Seinem Kernmarkt?
    • Ist eine räumliche Relevanz in nächster Zeit absehbar?
    • Hat die Information auch ohne räumliche Relevanz einen Nutzen für den Leser?
  • Wie groß ist die Dynamik der enthaltenen Information?
    • Wie groß ist die Auswirkung der Information auf den Leser?
    • Wie hoch ist ein möglicher Gewinn bzw. ein vermeidbarer Verlust?
    • Wie leicht ist es für den Leser, Handlungen aus dieser Information abzuleiten?

Der Informationsgehalt gibt an, wie sehr ein Artikel in die Tiefe bzw. in die Breite geht.

Von Tiefe spricht man, wenn ein Artikel einen speziellen Sachverhalt bis ins kleinste Detail beleuchtet. Ein Blogartikel über eine neue Kamera beschreibt die technischen Aspekte ausführlich bis hin zum Sensor.

Von Breite ist die Rede, wenn ein Artikel die Auswirkungen eines Sachverhalts auf möglichst viele umliegende Themen beleuchtet. Ein Blogartikel über eine neue Kamera beschreibt nur oberflächlich die technischen Aspekte, jedoch im Vergleich zu zehn anderen Kameras.

Einen Artikel, der nur die Markteinführung einer neuen Kamera thematisiert, ohne auf technische Details oder andere Kameramodelle einzugehen – der also weder Tiefe noch Breite hat – könnte man als flach bezeichnen.

Handelt es sich dabei allerdings um die erste Kamera eines vielversprechenden neuen Herstellers, ist der Informationsgehalt dennoch bemerkenswert. Es sei denn, jeder hat bereits vor Ihnen darüber berichtet.

Wenn Sie 1000 Wörter lesen müssen, um zu verstehen, wie man ein Butterbrot streicht, ist die Informationsdichte dürftig.

In 100 Wörtern erklären, wie man das perfekte Wiener Schnitzel zaubert, ist wahrscheinlich unmöglich. Die Informationsdichte wäre sehr hoch, der Inhalt wahrscheinlich unverständlich.

Die Informationsdichte ist ein Abwägen zwischen Lesbarkeit, Verständlichkeit und Wertschätzung. Denn: (Lese-)Zeit ist Geld.

Ein gut strukturierter Blogartikel macht es dem Leser leicht, den Inhalt zu erfassen. Folgende Aspekte können Sie dabei berücksichtigen.

Gliederung/Kapitel
Die wesentlichen Informationen eines Blogartikels sollten bereits beim Durchscrollen ersichtlich sein.

Nicht nur deswegen empfiehlt es sich, Artikel in Absätze mit Überschriften zu gliedern.

Einleitung
Die Einleitung muss das Interesse des Lesers wecken. Worum geht es im Artikel und was darf er sich erwarten?

Inhaltsverzeichnis
Das Inhaltsverzeichnis gibt einen groben Überblick. Sind die einzelnen Absätze verlinkt, dient das Inhaltsverzeichnis gleichzeitig der Navigation.

Bild/Grafik
Wann immer es möglich und sinnvoll ist, sollten Grafiken oder Fotografien den Blog auflockern. „Textwüsten“ wirken einschüchternd, langweilig und lieblos.

Design/Funktionalität
Einen ansprechenden Blog liest man lieber. Aber nur, wenn auch der Inhalt stimmt. Form follows function: Lieber ein hässlicher Blog mit bahnbrechenden Inhalten als umgekehrt.

Der Ton macht die Musik, die Sprache macht den Blog.

It’s not what you do, It’s how you do it.“ Trifft es auf den Punkt: Es kommt weniger darauf an, worüber Sie schreiben, als vielmehr darauf, wie Sie schreiben:

  • Verzichten Sie auf komplexe Fremd- und Fachwörter.
  • Da, wo es Sinn ergibt, Fachbegriffe zu verwenden, erklären Sie diese.
  • Vermeiden Sie lange, verschachtelte Sätze.
  • Verfassen Sie Ihre Inhalte nicht im Nominalstil*. Der Verbalstil liest sich leichter.
  • Verzichten Sie auf Floskeln und Füllwörter.
  • Achten Sie auf Rechtschreibung und Grammatik.
  • Erklären Sie komplexe Dinge, indem Sie einen anschaulichen Vergleich zum Alltag ziehen (
  • Komplexe Dinge lassen sich oft durch anschauliche Vergleiche aus dem Alltag erklären.

* Der weit verbreitete Nominalstil ist einer der häufigsten Gründe für schwer verständliche Sprache. Man kennt ihn aus dem Amtsdeutschen, der Fachsprache und aus wissenschaftlichen Texten.

Erinnern Sie sich an die Zahl am Anfang dieses Artikels? Je nachdem, wie schnell Sie lesen, wurden seither ein paar Tausend Blogartikel veröffentlicht.

Vorteile: 

  • Aufgrund des riesigen Angebots wird es immer schwieriger, gut recherchierte und vertrauenswürdige Inhalte zu finden. Hat ein Leser erstmal eine verlässliche Quelle zu einem Thema gefunden, bleibt er dieser dafür auch eher treu.
  • Da sich zu jedem Thema unzählige Blogbeiträge finden, haben Sie auch unzählige Chancen, Beiträge zu analysieren und aus den Fehlern anderer zu lernen.
  • Die Content-Flut „zwingt“ die großen Suchmaschinen, ihre Algorithmen verstärkt auf inhaltliche Qualitäten zu trainieren, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Dadurch werden Unmengen an Inhalten null und nichtig, die ausschließlich verfasst wurden, um das Ranking bei Suchmaschinen zu verbessern.
  • Durch den Blogger-Boom wurde WordPress zum beliebtesten Content Management System (Marktanteil 63% weltweit). Einsteiger finden deshalb zahlreiche Tutorials und Hilfestellungen, um den eigenen Blog zu starten.

Regelmäßigkeit schafft Vertrauen

Stellen Sie sich vor, die Nachrichten würden zwar jeden Tag, nicht aber zur selben Uhrzeit gesendet. Image und Glaubwürdigkeit wären sofort angekratzt.

Geduld ist eine Tugend und ein erfolgreicher Blog ist harte, aber lohnenswerte Arbeit. Bis der gewünschte Erfolg sich einstellt, wird Ihnen einiges an Durchhaltevermögen abverlangt.

 Entscheiden Sie sich, einen Blog zu starten, sollten Sie schon ein paar Monate einrechnen, bis Sie erste Erfolge verbuchen können. In dieser Phase ist es wichtig am Ball zu bleiben und regelmäßig Artikel zu veröffentlichen.

Dabei reicht ein ausführlicher Artikel pro Woche. Diesen einen aber sollten Sie immer am selben Wochentag und im idealfall auch zur selben Uhrzeit posten.*

Warum es so wichtig ist, Artikel regelmäßig zu veröffentlichen:

  • Regelmäßig erscheinende Artikel zeigen dem Leser, dass es dem Autor ernst ist, er einen Plan verfolgt und an das Thema Blogging strukturiert herangeht.
  • Dadurch, dass Artikel regelmäßg erscheinen, gewöhnt sich der Leser an das Intervall, indem neue Artikel erscheinen.
  • Auch Suchmaschinen schätzen Kontinuität. Je zuverlässiger Artikel im selben Intervall veröffentlich werden, desto höher bewerten Suchmaschinen den Grad der Professionalität.
* WordPress erlaubt es Ihnen, Artikel zeitlich zu planen und automatisiert zu veröffentlichen. Also: Warum nicht pünktlich auf die Minute?

Anreize setzen, um den Dialog zu starten

Mit informativen, ansprechenden Artikeln können Sie einen Teil der Beratungsleistung über Ihren Blog abbilden. Ein Blog bietet aber noch mehr Möglichkeiten, Ihre Beziehungen zu Kunden und Interessenten zu vertiefen.

Durch die Kommentarfunktion geben Sie Ihren Lesern die Chance, informell mit Ihnen in Kontakt zu treten. Das Feedback Ihrer Leser kann für die weitere Entwicklung Ihres Blogs von unschätzbarem Wert sein. Ergreifen Sie am besten die Initiative:

  • Fragen Sie Ihre Leser nach ihrer Meinung oder Erfahrung. Je konkreter Sie fragen umso leichter fällt es dem Leser zu antworten. Anstatt: „Was ist Ihre Meinung zu dem Thema“ fragen Sie besser: „Was hat Sie bisher davon abgehalten, einen Blog zu starten?“ Oder: „Mit welchem Blogsystem haben Sie bereits positive oder negative Erfahrungen gemacht?“
  • Erkundigen Sie sich, ob etwas in Ihrem Artikel unklar ist oder ob Interesse besteht, einen gewissen Aspekt im Detail zu behandeln. Zum Beispiel könnten Sie am Ende eines Artikels über Kamerasensoren folgenden Anreiz setzen: „Wenn Sie erfahren wollen, wie das Demosaicing eines CCD Sensors im Detail funktioniert, hinterlassen Sie einen Kommentar. Bei Interesse verfasse ich gerne einen Artikel dazu.“
  • Auch über zukünftige Entwicklungen lässt sich hervorragend diskutieren. „Wird WordPress auch in fünf Jahren noch das meistverwendete CMS sein? Welcher Anbieter könnte den Platzhirschen vom Thron stoßen?“
  • Wenn Sie Ihren Blog ästhetisch oder funktional überarbeiten ist das schonmal einen Artikel wert. Nutzen Sie auch gleich die Chance, Ihre Leser zu fragen, ob die Verbesserungen so ankommen, wie sie gedacht waren. Zum Beispiel: „Beim Neugestalten unseres Blogs wollten wir die Lesbarkeit verbessern und die Augen schonen. Deshalb haben wir uns für einen dunklen Hintergund und eine weiße Schriftfarbe entschieden. Finden Sie nicht auch, dass es sich jetzt leichter lesen lässt?“ Oder: Da heute jede Minute zählt, haben wir für Sie eine Funktion eingebaut, die die geschätzte Lesezeit eines Artikels berechnet. So haben Sie im Vorhinein schon eine Ahnung, wieviel Inhalt Sie erwartet. Ist für Sie die Lesezeit ein entscheidendes Kriterium? Wir sind gepannt auf Ihr Feedback.“

Praxis-Tipps für Ihren Blog

Für den Anfang haben wir fünf Praxis-Tipps für Ihren Blog zusammengestellt. Diese Sektion werden wir im Laufe der Zeit kontinuierlich erweitern.

Suchmaschinen lieben Content (Inhalte) und Keywords (Schlagworte). Die Versuchung, mit geschickt verfassten Blog-Artikeln den Google Algorithmus auszutricksen und dadurch die eigene Platzierung zu verbessern, ist gegeben.

Zahlreiche Blogs existieren nur aus diesem einen Grund. Vergessen Sie es: Google und Co investieren Milliarden in ihren Algorithmus, um inhaltsleere Scheintexte, die nur den Pagerank (die Platzierung in den Suchergebnissen) verbessern sollen, zu entlarven.

Schreiben Sie für Ihre Interessenten und Kunden und nutzen Sie die Gelegenheit, sich als Experte für Ihr Thema zu etablieren. Alles andere ist, früher oder später, vergeudete Liebesmüh.

Im idealfall wird ein Beitrag im Laufe der Zeit hunderte oder tausende Male gelesen – aber nur einmal geschrieben.

Je einfacher, verständlicher und interessanter ein Beitrag verfasst wurde, umso häufiger wird er geklickt, gelesen und empfohlen.

Es lohnt sich daher, einen Beitrag intensiv Korrektur zu lesen. Auch bereits veröffentlichte Artikel dürfen Sie im Laufe der Zeit überarbeiten bzw. um Erkenntnisse, Informationen oder Bilder/Grafiken ergänzen.

Mit eindrucksvoller Sprachakrobatik klingt man schnell gescheit – aber ist das so klug? Widerstehen Sie der Versuchung, sich durch verbale Exzellenz und komplexe Satzstellung zu profilieren. Punkten Sie lieber durch treffende Vergleiche und eine bildhafte Sprache.

Nicht nur Ihre Leser werden es schätzen, wenn Sie Fakten mit Quellen untermauern. Auch Suchmaschinen sind clever, und es fällt Ihnen auf, wenn Sie in 50 Artikeln kein einziges Mal auf eine Seite außerhalb Ihres Blogs verlinken.   Immerhin soll uns das Internet ja vernetzen.
  • Fragen Sie sich: „Wie würde ich diesen Sachverhalt meiner Großmutter erklären?“
  • Ziehen Sie Vergleiche zu Alltagssituationen, die allgemein bekannt sind.
  • Erklären Sie Sachverhalte anhand von leicht verständlichen Beispielen
  • Visualisieren Sie den Sachverhalt anhand von Grafiken
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